Jona Lindermayer

… geboren 1991 in Frankfurt am Main. Sie studierte den Bachelor Eurythmie von 2011- 2015 in Alfter an der Alanus Hochschule. Anschließend beschäftigte sie sich ein Jahr mit eigen gestellten Versuchsanordnungen zur Eurythmie, die daraus resultierende Erfahrung floss in den Master für Bühneneurythmie (2016-2018). Derzeit nimmt sie in Teilzeit im Master für Eurythmietherapie teil. Seit Herbst 2017 ist sie mit ihrem 2017 gegründeten Ensemble I3 künstlerisch forschend tätig. Außerdem gibt sie seit 2015 Einblick in ihre eigene künstlerische Forschung in Form von Performances, Stücken, Werkstatteinblicke. Sie tritt sowohl als Soloperformerin, als auch mit Gruppen und Künstlern anderer Disziplinen auf.

Seit Dezember 2017              Improvisation mit dem Ensemble Ihoch3 und Michael Gees

Gruppenperformances

Mai 2018, Sonett, Bodensee (ohne Michael Gees)

September 2018, Festtage der Anthroposophie, Bochum

Oktober 2018, Impulslabor, Alanus Hochschule

 

Als Ensemble sind wir sowohl forschend als auch künstlerisch tätig.

Der Forschungsschwerpunk liegt Derzeit in der Befragung der Bewegung durch die Sinne im Hinblick auf Imagination, Inspiration und Intuition.

Der künstlerische Ansatz liegt in der Improvisation durch verschiedene Versuchsanordnungen.

Juni 2018                                Manto, in Variationen

Soloperformance mit Johanna Lamprecht (Viola)

Glashaus, Alanus Hochschule

Begleitung in Choreografie/Dramaturgie: Melaine MacDonald

Blick von Außen: Hans Fors

Blick von Innen: Juniper Ranglack

Diese Arbeit war ein Gespräch, ein Gespräch mit mir selbst, ein Ringen um meine Grenze, ein Finden von Mitte, ein Suchen nach Menschlichkeit. Es war ein Gespräch mit Manto von Giacinto Scelsi und allen Menschen, die in diesem Stück gewirkt haben.

Juni 2017                                Performance: Kongress Soziale Zukunft

Gruppenperformance

? Bochum

Künstlerische Begleitung: Hans Wagenmann

In dieser Arbeit lag der Schwerpunkt im Einlassen auf den anderen. Im Geschehen lassen dessen, was zwischen uns lag. Diese Performance entwickelte sich, indem wir zuließen, dass es passierte. Wir entwickelten eine Struktur für die improvisative Performance durch Versuchsanordnungen.

März 2017                              In einen Ton

Soloperformance

Bella Vista, Alanus Hochschule

Künstlerische Begleitung: Hans Wagenmann

 

Eine Forschung zur Wesensbegegnung mit einem Ton. Der Ausgangspunkt für diese Arbeit war die Faszination von einem Erlebnis in einem einzigen Ton eine groß Weite zu erleben, einen Freiheitsmoment. In der Annahme, dass die Welt aus Klang besteht, machte ich mich auf die Suche nach diesem Klang. In der Resonanz zu meinem eigenen Tönen und dem Lauschen nach einem bestimmten Ton entstand ein Stück, welches eine widerholbare Strukur hatte, aber eine immer neue Formgestalt annahm, in der jeweils neu wiederkehrenden Begegnung mit dem einen Ton in seinem vielfältigen Klangspektrum. Diese Arbeit wuchs aus dem Vertrauen. Ich sprach das Erlebnis meiner Bewegung durch Tafelbilder aus.

 

Januar 2017                           Echtzeitperformance mit Johanna Lamprecht (Viola) und Christoph Arni (Trompete)

Ausstellung: „Wo bist du“, Miriam Wahl,

S.Y.L.A.NTHENHEIM, Bonn

März 2017                              Echtzeitperformance mit Johanna Lamprecht (Viola)

           Ordnung durch sechs Punkte

           Abschlussausstellung von Studentinnen der bildenden Kunst, Viktoriakarree, Bonn

 

In diesen Ausstellungen wurden wir eingeladen zu den Exponaten zu bewegen. Diese Arbeit war eine sehr impressionistische. Wir ließen die Exponate auf uns wirken, den Raum, die Menschen und setzten die Resonanz dieses Eindrucks in Musik und Bewegung um. Dabei gingen wir in unserem Ausdruck auch in ein gemeinsames Gespräch zwischen Klang und Bewegung.

Nov. 2016-Feb. 2017             „Eurythmie- eine bewegte Begegnung“:

Ein Programmabend mit einführenden und vertiefenden Worten

Gruppen- und Solostücke

Tournee durch Deutschland

Künstlerische Begleitung: Lucretia Auad

Auftrag durch den Bund der Freien Waldorfschulen

Dezember 2016                     „Hänsel und Gretel“

Gruppenstück

Tournee durch Deutschland und die Schweiz

Choreografie/Dramaturgie/Regie: Rob Barendsma

Künstlerische Begleitung/Coach: Melaine MacDonald

 

Im Rahmen meines Masterstudiums Bühneneurythmie habe ich die Hexe in „Hänsel und Gretel“ vertanzt. Dabei lag mein Schwerpunkt darin, aus inneren Zuständen die Figur der Hexe herauszuarbeiten. Dabei bewegte ich unteranderem aus dem Geschmacksinn, den ich versuchte auf meinen gesamten Leib zu übertragen.

Dabei war es mir wichtig kein äußeres Klischee einer Hexe zu bedienen. Vielmehr entwickelte sich der ambivalente Charakter einer Frau, die mal jung, mal alt, mal lieb, mal böse, mal verführerisch erschien, ihrem eigenen Trieb ausgeliefert.

 

Oktober 2016                         Fadensonnen von Paul Celan Vertiefung von Imagination in Intention und Wahrnehmung von Bewegung, Gefühl und Charakter.                                                   Begegnung mit der Inspiration.

Lectureperformance + Soloperformance, Eine Forschung

Eurythmielabor, Alanus Hochschule

Künstlerische Begleitung: Alexander Seeger

 

 

Dieser Arbeit lag der Text „Fadensonnen“ von Paul Celan zugrunde, den ich zu meinem B.A.-Abschluss vertanzt hatte. Nun interessierte mich die Begegnung mit diesem bereits erarbeiteten Material, wie ich es in eine lebendige Bewegung bringen kann und vertrauen kann, dass es da ist.

Dabei spielten drei Ebenen eine Rolle:

-Die Bewegung in sich in ihrem Verlauf. Hier konzentrierte ich mich den Zusammenhang meines Körpers zu empfinden und immer tastend am Bewegungsstrom dran zu bleiben.

-Die Bewegung im Zusammenhang zum Raum. Hier verortete ich mich mit meinem Bewusstsein im Raum und ließ die empfundene Bewegung, loslassend, in den Raumzusammenhang hineinfließen.

-Die Bewegung in bestimmten Punkten verdichten. Dies tat ich sowohl in meiner Gestalt als auch um meine Gestalt herum. Ich verdichtete die Wärme in meinem Leibgefüge an bestimmten Orten in unterschiedlicher Intensität, bildetet aber auch einen Charakter aus durch eine Art geistige Verhärtung, Kristallisation. In diese Fixpunkte, ließ ich meine Bewegung hineinschnellen.

 

Ich vertraute, dass das Material sich in mein Leibgefüge eingeprägt hat, dass ich es durch mein Bewusstsein halten und führen kann: Ich ließ die Bewegung geschehen und erfuhr eine Inspiration von außen, die die Bewegung in Dynamik, Ausdruck und Größe mitgestaltete, den inneren Bewegungsablauf jedoch nicht veränderte.

April 2016                               Eine Ausstellung mit Marianne Vogt (Bildhaurin)

Bewegung, Installation, Objekte, Klang

Soloperformance, eine Forschung

Berliner Freiheit 34, Bonn

Blick von Außen: Hans Wagenmann, Marianne Vogt

Kooperation mit @BonnLAB & @PROJECTSbonn

In der Performance zu dieser Ausstellung arbeitete ich aus dem meditativen Raum des Sehens, Hörens und Tastens, in meine eigene Gestalt und durch sie hindurch. Ich öffnete damit einen Raum, der die Wahrnehmung für ein anderes Zeiterleben ermöglichte. Im Schwerpunkt meiner Arbeit stand das Erforschen der Intervalle durch das erfühlen des Ortes indem meine Knochen liegen mit dem Tastsinn in Verbindung mit der Imagination. Dabei öffnetet sich eine Wahrnehmung für meinen Umraum, in der ich lauschend ertastete was mich tastet, was wesenhaft um mich lebt, Kraftströme, Formen, Wesen. Auch das Entwickeln von Wirksamkeit der Intention in meiner Bewegung durch die Imagination, spielte eine große Rolle. Ich sprach mein Erlebnis der Bewegung durch Tafelbilder aus.

 

 

 

 

 

 

November 2015                     „Mein letztes Hemd –Schwelle zu weiteren Räumen“

Gruppenperformance zum Totengedenken

Namen-Jesu Kirche Bonn, Alanus Hochschule

Dramturgie/Choreografie: Alexander Seeger

Oktober 2015                         Das „W“

Eine Forschung zu dem W über die Imagination der Farben durch die eurythmischen Kunstmittel Bewegung Gefühl und Charakter.

Soloperformance, Eine Forschung

Eurythmielabor, Alanus Hochschule

 

 

Diese Forschung fand zu meiner Bachelorarbeit im Sommer 2015 statt. Ich entdeckte zum ersten Mal für mich den Weg der künstlerischen Forschung als Kreativitäts- und Erkenntnisquelle. Nachfolgend ein Abschnitt, wie ich meine Erlebnisse damals beschrieb:

 

„Ich mache die Bewegung ein paarmal ganz physisch (aus der eigenen Führung) und so, dass ich die Charakterstellen mit meinen Händen entlangfahre und den Körper mitbewege. Schnell kann ich die physisch geführte Bewegung aufhören und meinen Körper durch die Imagination bewegen. Ich gehe immer mehr in die Beobachtung der Bewegung, d. h. mein Impulsgeben wird schwächer und ich füge mich in die Impulse ein, die kommen. (Es ist eine Art Loslassen. Ich darf nicht wollen, dass sich mein Körper an die Umkreiskräfte anschließt und durch diese geführt wird, ich muss aktiv die Bewegung denken und dann mich hingeben, wach, aber ohne jegliche Bildvorstellung dazwischen zu schieben, ganz mit den Gedanken den Empfindungsprozess verfolgen.) Was da entsteht ist sehr interessant. Ich bemerke nämlich, dass die Bewegung mit einem starken U nach unten beginnt, das tief unter meinen Fußsohlen liegt und so schwer ist, dass es meinen Oberkörper mit nach unten nimmt. Dann kommt ein die Schwere überwindender Impuls, der unter meinen Füßen entlanggeht und hinten am Rücken hochzieht, nah an der Wirbelsäule vorbei, über meinen Kopf mit der Delle, durch meinen Kehlkopf, hinter den Rücken und beim Bauch wieder heraus. Meine Arme wellen versetzt auf und ab. Ich bemerke, dass die Wellenbewegung, also das weiche auf und ab meiner Arme, immer stärker wird. Geht der Arm hoch, zieht er mich nach vorne als wolle er über etwas hinüberschwappen. Da der andere Arm über unten nach oben geht, schwappt er meinen ganzen Körper zurück, um dann selbst der Arm zu sein, der nach vorne schwappt. Es gleicht sich immer noch im rechten Moment aus, sodass ich das Gleichgewicht nicht verliere. Je lockerer ich meinen Körper habe, desto mehr wellt die gesamte Bewegung von unten über hinten oben durch mich durch und vorne hinaus und nimmt meinen gesamten Körper stark mit.“

© 2017 by EVENTEURYTHMIE

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