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„Die Menschen kommen, weil sie wissen, dass sie hier etwas Besonderes erwartet." Rückblick auf die Bonner Theaternacht 2026

Aktualisiert: 30. Mai

Am 13. Mai 2026 öffneten Kunst- und Kulturorte in ganz Bonn ihre Türen – die Bonner Theaternacht feierte ihr 20-jähriges Jubiläum! Auch das Studio einsatzstelle25 des Vereins Eventeurythmie war in diesem Jahr wieder als Spielort mit dabei.


Und nach "Sieben Jahre Bonner Theaternacht im Studio einsatzstlle25" (Blog-Artikel) freuen wir uns 2026 über einen Abend der Premieren:


Zum ersten Mal waren alle Tickets ausverkauft.

Zum ersten Mal wurde das Studio vollständig zur Spielfläche.

Zum ersten mal öffneten die Ateliers im Haus ihre Türen.


Isabelle Rennhack und zwei Fachkolleg:innen blicken im Gespräch mit Maike Adam auf die Bonner Theaternacht 2026 im Studio einsatzstelle25 des Vereins Eventeurythmie zurück.


In diesem Beitrag:




Kein Bühnenrand. Kein Abstand.

Was sofort auffiel, wenn man das Studio betrat: Es gab keine Bühne. Keine Rampe, keine erhöhte Fläche, keine Grenze, die hier Kunst und dort Publikum markierte. Das gesamte Studio war Spielfläche – nur rote Streifen auf Boden und Wänden bestimmten kennzeichneten Bereiche als unberührbar. „Unser Studio wurde ganz anders genutzt als sonst", sagt Isabelle Rennhack, die die Veranstaltung seit Beginn organisiert.


„Es gab keine klassische Trennung zwischen Bühne und Publikum. Stattdessen war das gesamte Studio Spielfläche, und die Zuschauer:innen standen mitten im Raum zwischen den beiden Tänzerinnen." (Isabelle Rennhack)

Das Stück und die Tänzerinnen

Claudia Reiff – freiberufliche Tänzerin und Tanzpädagogin mit Ausbildung an der Folkwang Hochschule Essen – probt regelmäßig im Studio einsatzstelle25. So freute sich der Verein, der ihm nahestehenden Künstlerin gemeinsam mit Lisa Hofmann den Aufführungsort zu geben: einer multidisziplinären Performerin und Choreografin mit Abschlüssen in Leipzig, Bologna und Arnheim.


Die beiden brachten die Performance (ZWISCHEN) RÄUME mit – und der Titel war Programm. In einem Spiel aus Spannung und Weichheit erforschten sie die Zwischenräume, die entstehen, wenn Menschen miteinander in Kontakt treten: Bewegungen, die sich annähern, ausweichen und wieder zueinanderfinden, ein fortwährender Dialog aus Nähe und Distanz.


Wie können wir uns einbringen, ohne uns aufzulösen? Und wie viel Abstand wollen wir in der Nähe bewahren?

Fragen, die das Stück nicht beantwortet, sondern erlebbar macht.


Mehr zur Aufführung auf unserer Seite zur Bonner Theaternacht.



Zeitgenössischer Tanz im Fachgespräch

Wir haben zwei Fachkolleg:innen aus der Eurythmieszene gebeten, die Aufführung mit tänzerisch-fachlichem Blick zu reflektieren. Die Fragen richteten sich bewusst auf das, was in einem solchen Format zwischen den Disziplinen passiert – zwischen zeitgenössischem Tanz und Eurythmie, zwischen Bühnenkunst und gemeinsamem Raum.

Frage 1: Die Aufführung fand ohne klassischen Bühnenraum statt – Publikum und Performende teilten denselben Raum. Wie hat das deine Wahrnehmung der Präsenz der Tänzerinnen beeinflusst?

[Platzhalter: Antwort Fachkolleg:in 1]

[Platzhalter: Antwort Fachkolleg:in 2]


Frage 2: Welche Bewegungsqualitäten sind dir besonders aufgefallen – Gewicht, Fluss, Zeitstruktur, Raumgriff? Was davon war für dich als Tanzschaffende:r vertraut, was fremd?

[Platzhalter: Antwort Fachkolleg:in 1]

[Platzhalter: Antwort Fachkolleg:in 2]


Frage 3: Ohne Bühnenabstand befand sich das Publikum direkt in der Wirkungssphäre der Bewegung. Wann hast du gespürt, dass das Publikum wirklich einbezogen war – und gab es Momente, in denen es trotz der Nähe auf Distanz blieb?

[Platzhalter: Antwort Fachkolleg:in 1]

[Platzhalter: Antwort Fachkolleg:in 2]


Frage 4: Wo siehst du Berührungspunkte zwischen zeitgenössischem Tanz und Eurythmie – und wo liegen die wesentlichen Unterschiede in der Körper- und Raumarbeit?

[Platzhalter: Antwort Fachkolleg:in 1]

[Platzhalter: Antwort Fachkolleg:in 2]



Das Publikum als Teil der Choreografie

Das Publikum konnte sich frei bewegen, die Perspektive wechseln, sitzen, stehen oder umherlaufen. Manche Menschen beteiligten sich aktiv.

„Ich hatte das Gefühl, dass die Menschen, die zu uns kommen, wirklich etwas erleben wollen – etwas Besonderes und Ungewöhnliches. Es geht nicht nur darum, zuzuschauen, sondern selbst Teil der Erfahrung zu werden." (Isabelle Rennhack)

Das zeigte sich auch darin, wen das Studio anzieht: Mittlerweile suchen manche Zuschauer:innen den Spielort ganz bewusst aus.

„Sie wissen, dass sie dort eine besondere Atmosphäre und ein außergewöhnliches Theater-Tanzerlebnis erwartet." (Isabelle Rennhack)

Nach sieben Jahren ist das kein Zufall mehr – es ist lange erarbeitete Reputation. Den Verein, der das Wort "Event" schon im Namen freut das besonders.


Die Ateliers öffnen sich

Zum ersten Mal öffneten an diesem Abend die Ateliers im Haus des Studios ihre Türen – fünf Kunstschaffende aus den Bereichen Zeichnung, Malerei, Installation, Textil und Performance luden vor und nach den Aufführungen zum Stöbern und Schauen ein.

„Das war ganz besonders in diesem Jahr." (Isabelle Rennhack)

So entstand mehr als nur ein Tanz-Programm - ein durchgehender Abend mit Bewegung, Begegnung und bildender Kunst als gleichwertigen Teilen.



Alle teilnehmenden Ateliers sind auf unserer Seite zur Bonner Theaternacht aufgeführt.


Was dieser Abend bedeutet

Drei ausverkaufte Vorstellungen sind ein Signal – aber nicht zum drauf Ausruhen. Sie zeigen, dass das Studio einsatzstelle25 als Aufführungsort in Bonn angekommen ist, mit einem Publikum, das zurückkommt und das weitersagt. Und sie zeigen, dass Interressebesteht für Formate, die nicht erklären, sondern einfach passieren lassen.

Die Begegnung mit Claudia Reiff und Lisa Hofmann und ihrem Stück hat gezeigt, wie bereichernd der Austausch mit anderen Tanz- und Performancekünsten sein kann – und wie Raum für Dialog entsteht, wenn man sich aufeinander einlässt. Gleichzeitig ist der Verein Eventeurythmie als Ort für Eurythmie-Performancekunst gegründet worden, und genau das möchten wir auch weiterhin sein. Für 2027 freuen wir uns sehr darauf, wieder ein Eurythmiestück auf die Spielfläche zu bringen.


Eurythmist:innen und Ensembles, die ihr Werk im Rahmen der Bonner Theaternacht 2027 im Studio einsatzstelle25 zeigen möchten, können sich ab jetzt bewerben. Alle Informationen dazu auf www.eventeurythmie.com/bonner-theaternacht.


Tickets für die nächste Theaternacht erscheinen auf bonnticket.de. Alle Infos zum Gesamtprogramm der Bonner Theaternacht auf www.bonnertheaternacht.de.







 
 
 

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